Erasmus+ in Portugal

Im Rahmen unseres zweiwöchigen Auslandspraktikums arbeiteten Til und ich in einer Kindertagesstätte in
Porto in der Elementargruppe der Drei- bis Fünfjährigen. Anna war in einer zweiten Einrichtung im
Krippenbereich eingesetzt. Bereits beim Betreuungsschlüssel zeigten sich deutliche Unterschiede zum
deutschen System: In unserer Elementargruppe lag die Regelquote bei einem Betreuer für 25 Kinder (1:25),
wobei nach Möglichkeit eine zweite Fachkraft unterstützend mit im Raum war. In Annas Krippengruppe
betrug der Schlüssel 1:7, wobei die Betreuung dort bereits ab der 12. Lebenswoche beginnt.
Unser Gesamteindruck der portugiesischen frühkindlichen Bildung war sehr positiv: Das pädagogische
Arbeiten wirkte auf uns freier, unkomplizierter und offener als in Deutschland. Wir konnten uns aktiv
einbringen und sehr selbstständig arbeiten. Obwohl die Gebäude älter und die finanziellen Mittel sichtlich
geringer waren – mit spürbar weniger und teils beschädigtem Spielmaterial –, machten die Erzieherinnen
aus den vorhandenen Ressourcen das Beste für die Kinder.

Dominik Brauer, Anna Warmuth, Til Grunert

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